00:00:00:
00:00:13: Mein Name ist Thomas Timmermann, ich bin CEO bei Tim Invest und dort für den Tim Invest Europa Plus Fund zuständig.
00:00:19: Die Federität, die FED, das Thema der Woche vor der Zinsentscheidung der Snotenbank Federal Reserve Gab's jetzt am Aktienmarkt eigentlich keine klare Richtung.
00:00:30: Thomas Ortabend senkt die Fait wohl zum dritten Mal in Folge.
00:00:34: Bei uns, Frau Schnabel, blockt weitere EZB-Cats ab und Japan hebt die Zinsen so stark an wie seit im Jahr zwei Tausend Sieben nicht.
00:00:43: Ja, was könnte passieren, wenn die Fait liefert?
00:00:46: Oder wenn sie vielleicht Überraschungen liefert und nicht liefert?
00:00:50: Ich denke, sie wird auf jeden Fall liefern.
00:00:53: Ich glaube, da gibt es keinen Weg zurück.
00:00:55: Die Wahrscheinlichkeit liegt an der Wall Street fast bei hundert Prozent.
00:00:58: Ich denke, das Augenmerk wird drauf sein.
00:01:00: Was sagt Herr Paul über die Zukunft?
00:01:02: Kommt da noch mehr nächstes Jahr?
00:01:03: Gibt es irgendwelche Hinweise, was seine Nachfolger angeht oder was die ins Politik nach ihm angeht?
00:01:08: Denn Herr Paul ist ja inzwischen fast schon Geschichte.
00:01:11: Es wird ja neuer Notenbankpräsident dann ernannt werden.
00:01:15: Und so wie es aussieht, ist ja auch nah am Präsidenten dran.
00:01:19: Und die Wall Street geht natürlich davon aus, dass die Zinsenkungen dann weitergehen.
00:01:22: Also ich glaube, das Hauptaugenmerk heute Abend ist, was kommt zwischen den Zeilen noch so an Infos über den weiteren Weg raus, dass die Zinsenkungen heute kommen?
00:01:30: Das ist, glaube ich, ziemlich klar.
00:01:33: Ja, und du hast vollkommen recht, denn in Japan gibt es riesen Veränderungen.
00:01:36: Die Zinsen steigen und steigen.
00:01:37: Also vorne werden sie angehoben, aber hinten steigen sie.
00:01:40: Das heißt, das Niedrig-Zinsland Japan, das gibt es jetzt nicht mehr.
00:01:44: Früher waren die Zinsen in Japan extrem niedrig und die in China zum Beispiel viel höher.
00:01:52: Aber wenn man sich das heute anschaut, dann haben wir die dreißigjährigen chinesischen Zinsen bei zwei Komma zwei vier Prozent und die japanischen.
00:02:00: dreißigjährigen Renditen für Staatsanleihen inzwischen bei drei Komma vier Prozent.
00:02:05: Und da liegen sie genau auch auf der gleichen Linie wie die Renditen von unseren Bundesanleihen.
00:02:11: Und das ist schon ein extremer Anstieg, weil Bundesanleihen und die Japanischen Anleinigkeiten immer so als Safe Haven und auch so als niedrig Zinsbereich wegen der Bonität der Länder.
00:02:23: Aber das hat sich jetzt massiv geändert.
00:02:26: Und das hat natürlich auch irgendwann dann Auswirkungen auf den Aktienmarkt, weil so ein Zins von so eine Rendite von drei, vier Prozent, die liegt dann schon, glaube ich, über der Rendite oder der Dividenden Rendite vom DAX.
00:02:38: Noch mal das Thema FED.
00:02:40: Es gibt einen Namen.
00:02:42: Kevin Hesset, quasi ein zukünftiger FED-Chef auf Jumps GHS, sind die Notenwagen eigentlich noch unabhängig oder längst getrieben von Politik Schuldenberg und KI-Investitionsbuch?
00:02:54: Das ist das große Thema, über das man rätselt, wie unabhängig die neue Fed sein wird.
00:02:59: Vermutlich ein bisschen weniger.
00:03:01: abhängig und deswegen ist Vermutung ja auch, dass die Zinsen weiter gesenkt werden.
00:03:07: Ja, toll ist für den schwächelnden ärmeren Konsumenten in den USA, weil da sich niedriger Kreditkartenzinsen hat.
00:03:14: Die Frage ist nur, ob das am Ende dem Häusermarkt in den USA hilft, weil die Gefahr ist natürlich, dass der Dollar dadurch abgeschwächt wird und dass hinten die Renditen stammen und damit die Hypothekenzinsen eben nicht fallen.
00:03:28: Ja, aber ich denke schon, dass die neue Notenbank unter dem neuen Notenbankchef weniger unabhängig sein wird als das, was wir in den letzten zwanzig, dreißig Jahre haben.
00:03:39: Schauen wir noch auf ein paar Indizes.
00:03:40: Also in den USA laufen S&P-Fundert und Nastic aktuell nur wenige Prozentpunkte unter ihren Rekord-Ständen, während alle natürlich auf die FED-Entscheidung starben.
00:03:50: Der MSI World kratzt in seinem zweiundfünfzig Wochen hoch.
00:03:53: Global haben Aktien zwanzig, fünfundzwanzig trotz geopolitischer Störfeuer mehrfach allzeits hoch erreicht.
00:04:00: Okay, wenn die großen Indices heute nur noch Zentimeter unter dem Allzeit hoch notieren und alle die FED Senkung erwarten, erhoffen.
00:04:09: Fahren wir dann eigentlich im Buhlen ICE oder Sitzenanliege dann schon im Partyzug kurz vor der Vollbremsung.
00:04:17: Also die Stimmung an der Wall Street ist recht gut für nächstes Jahr.
00:04:20: Das kann man nicht sagen, weil zusätzlich zu den potenziellen Zinssenkungen, über die wir gesprochen haben, gibt es ja auch The One Big Beautiful Bill, also massive Steuersenkungen und das dürfte die Wirtschaft weiter ankurbeln.
00:04:34: Außerdem ist KI ja ein Riesentum in den USA und wird als wirtschaftsbeschleunigenden Fall gesehen.
00:04:42: Es wird sehr viel investiert in Energie, in Fabriken, etc.
00:04:46: so dass die Wall Street eigentlich positiv ist für nächstes Jahr.
00:04:50: Es kann sogar sein, dass wir dieses Jahr nochmal eine Allzeit hoch machen, aber da gibt es jetzt eigentlich wenig Anzeichen an der Wall Street, dass es nächstes Jahr runtergeht.
00:04:58: Wenn die Zinsen am langen Ende nicht gleichzeitig extrem steigen und die Steuersenkungen dazukommen, gibt es eigentlich keinen Grund, warum die Wall Street nicht weiter steigen sollte.
00:05:06: kommen wir zurück nach deutschland zum dachs wenn man da drauf schaut der dachs kommt ja dank rüstungs- und infrastrukturpaket aus der relativ schwäche also während bunteren dienten richtung drei prozent klettern.
00:05:18: wird deutschland gerade vom kranken mann europas zum rüstungs- und sicherheitsplayer oder ist das eigentlich eher nur ein teures strohfeuer?
00:05:28: Zunächst einmal, wenn man sich den DAX so ein bisschen weiter mal anschaut, sind wir jetzt immer noch auf den Levels, wo wir im Mai waren.
00:05:35: Der Index ist im Prinzip seit Mai seitwärts gegangen, in einer relativ breiten Range.
00:05:40: Es sah jetzt vor Kurzem, hast du vollkommen recht, ziemlich schlecht aus für den DAX.
00:05:44: Er hatte plötzlich eine extreme relative Schwäche und war als einziger großer Index unter die zweiter Tagelinie abgeglitten.
00:05:50: Da gab es so ein bisschen Zweifel anscheinend, ob die Bundesregierung am Ende diese Pakete durchbringt, die ja die Konjunktur auch beflügeln soll.
00:05:57: dieses Jahr in Deutschland, aber das ist jetzt zum größten Teil geschehen oder geschieht noch und insofern konnte sich jetzt wieder gut erholen, hat die zweitage Linie zurückerkämpft, hat die hunderttage Linie zurückerkämpft, die ist so bei vierundzwanzigtausend Punkten und wir sind gerade bei vierundzwanzigtausend Punkten, ist aber in der Summe seit Monaten nicht weitergekommen.
00:06:16: Also auch da könnte ich mir vorstellen, dass er irgendwo auf diesem Niveau aus dem Markt rausgeht.
00:06:21: Und was den Markt der nächstes Jahr angeht, ist es halt ganz entscheidend, dass er über der zweitage Linie bleibt.
00:06:28: Die steigt aber dadurch, dass er ja nicht vom Fleck kommt, kontinuierlich weiter an und die ist schon bei drei, dreiundzwanzigtausend fünfhundertundfünfzig.
00:06:35: Also der ist technisch auf jeden Fall mal unter Druck weiterzusteigen.
00:06:41: Und ja, wenn man sich die Investoren gerade im Ausland anhört, sind die eigentlich ziemlich positiv für deutsche Aktien und für Deutschland überhaupt.
00:06:48: Also die sehendes Fiskalpaket positiv.
00:06:52: Die Frage ist dann immer, ja, wann wirkt das denn dann wirklich?
00:06:55: Wann sieht man das denn dann im Wachstum?
00:06:58: Aber alle gehen davon aus, dass wir nächstes Jahr auf jeden Fall einen Wachstumsschub kriegen.
00:07:03: Ja, wenn danach nichts mehr passiert, dann ist es vielleicht nur ein kurzer Schub und dann wird wieder alles schlechter.
00:07:10: Es kann aber auch sein, dass sich die Wirtschaft insgesamt besser fängt.
00:07:13: Es ist ja nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa.
00:07:17: Ja,
00:07:17: da würde ich gleich mal nachfragen.
00:07:19: Du hast jetzt gerade das Chartbild erklärt.
00:07:21: Kommen wir mal zu den... Faktoren, ich würde fast sagen zu den vielleicht Faktoren, also wenn wir davon ausgehen, zwanzig, sechsundzwanzig, sinkende Kurzfristzinsen, vielleicht ein investierendes Deutschland, okay das ist sicher, Steuersenkung in den USA, okay ist auch sicher und vielleicht sogar ein Waffenstillstand in der Ukraine, wenn wir das schon einpreisen, ist ja das Goldilockszenario schon da oder vielleicht auch noch Rundschliste, aber das hat ja eigentlich der Markt jetzt schon komplett vorweggenommen.
00:07:51: Wo soll er denn noch hinlaufen?
00:07:55: Stimmt, also insgesamt sind die Bewertungen auch weltweit, auch in Europa nicht mehr ganz so günstig.
00:08:01: Und natürlich, wenn wir jetzt mal Revue passieren lassen, was war denn eigentlich Ende letzten Jahres, Anfang diesen Jahres für ein Szenario?
00:08:09: Da war das Szenario, wir kriegen Zölle, sonst was.
00:08:13: geopolitische Eskalationen.
00:08:15: Wir wissen nicht, was der Präsident macht und wir kriegen ganz schlimmes, fürchterliches Jahr.
00:08:19: Wir hatten ja auch ein Dip im April, aber ansonsten war es ein tolles Jahr.
00:08:22: Der Nasdaq geht mit plus zweiundzwanzig in eine einheimische Währung aus dem Markt der DAX mit plus zwanzigkommar acht Prozent.
00:08:29: Wenn wir das jetzt einfach nur mal festhalten, wenn das so die Jahresentstände wären, kommt dann zwei tausend sechsundzwanzig im DAX wieder mit plus zwanzig Prozent und im Nasdaq wieder mit plus zwanzig Prozent.
00:08:38: Das
00:08:39: ist ja die Frage der rein statistisch.
00:08:40: Wir haben das ja seit zwanzig Dreiundzwanzig, oder?
00:08:45: Seitdem hat sich's ja eigentlich jeweils verdoppelt.
00:08:48: Und jetzt nochmal, also ist es eigentlich unrealistisch, dass das viermal hintereinander passieren wird, oder?
00:08:52: Vier Jahre lang.
00:08:53: Seh ich auch so, deswegen werde ich auch eher ein bisschen vorsichtig, was nächstes Jahr angeht, aber ich würde es mal so formulieren, ich wäre positiv vorsichtig.
00:09:01: Das heißt... Wir haben natürlich eine ganze Menge Risiken.
00:09:05: Wir haben das Risiko, dass die Zinsen hinten halt steigen und das von den Notenbanken nicht eingefangen werden kann.
00:09:10: Das ist ein Riesendruckfaktor für die Aktienmärkte.
00:09:15: Wir haben Konjunkturrisiko nach wie vor in den USA.
00:09:18: Konsumentenvertrauen ist mal besser, mal schlechter, aber in der Summe haben die Amerikaner wirklich auch ein Problem mit der höheren Inflation.
00:09:25: Für die FED ist ja eine Inflation von drei Prozent inzwischen normal, aber das Ziel war immer zwei Prozent und die Amerikaner fühlen das jeden Tag.
00:09:32: Wenn sie halt einkaufen gehen, dann auf der geopolitischen Front, denken wir nun mal an Taiwan.
00:09:37: Also, Schiener hat ja angekündigt, dass sie daran festhalten will, Teilwand Heim ins Reich sozusagen zu führen, wenn da eine Eskalation wäre, das wäre auch schlimm für die Märkte.
00:09:47: Das Problem ist nur, wir haben jetzt schon so viel durchgestanden und die Märkte sind trotzdem immer gestiegen.
00:09:53: Warum sollte man immer dagegen halten?
00:09:55: Das heißt, wir jetzt im Timm-Invest-Europa-Plusform, wir haben ja eh eine Vollabsicherung.
00:10:00: Uns kann relativ wenig nach unten passieren.
00:10:02: Wir gehen jetzt erstmal positiv ins neue Jahr begleiten das.
00:10:05: Ich gehe davon aus, dass wir ähnlich wie im DAX eher so längere Seitwärtsphasen haben werden, auch mit größeren Schwanken.
00:10:12: Und da kann man halt sehr gut mit verkauften Kreuz zum Beispiel zusätzlich Prämieneinnahmen generieren.
00:10:17: Und ich glaube, es wird eher so ein taktischer Markt werden, wo man taktisch sehr schnell und sehr klug agieren kann, aber auf so ein... grundsätzlich positiven Tenor, wenn nicht ganz böse Dinge passieren, die wir jetzt nicht auf dem Radar haben, wie Taiwan zum Beispiel.
00:10:33: Der Tim Invest Europa Plus vor ist ja ein sicherheitsorientierter, aktiv gestreuter europäischer Aktienvor, der vor allem über physische ETFs den Eurostox Europe-Sixhundert abbildet und mit Derivaten absichert, was ihr gerade erklärt.
00:10:48: Jetzt ist Weihnachten.
00:10:50: Was gab es denn für eine Weihnachts-Dizember-Ausschüttung?
00:10:54: Ja, wir schütteln ja immer kurz vorher aus, damit man noch Weihnachtsgeschenke kaufen kann.
00:10:58: Wir haben ausgeschüttet, vier Euro fünfzig, das ist die höchste Ausschüttung.
00:11:01: Beim Tim Investor Europa plus von der Anteilsklasse P, das ist ja die Ausschüttung, es gibt ja noch eine Nicht-Ausschüttende.
00:11:08: Und das Schöne bei dieser Ausschüttung ist ja, dass man gar nicht die volle kapitaler Taxsteuer bezahlt, den Aktienfonds.
00:11:15: Bei Aktienfonds wird generell, bei einem Usage-Aktienfonds werden nur siebzig Prozent der Erträge besteuert.
00:11:21: Das heißt, man kommt dann irgendwie mit einer Steuerrate, je nachdem, ob man den Kirchensteuer noch zahlt oder so zwischen acht und neunzehn Prozent raus.
00:11:31: und das ist interessant, weil man den Fonds ja durchaus auch mit dem Rentenfonds vergleichen kann.
00:11:35: Von der Volatilität so zwischen vier und fünf Prozent gibt es auch viele Rentenfonds, die dann auch irgendwie so eine Ausschüttung haben von drei, vier Prozent, wobei der Fonds ja viel mehr gemacht hat.
00:11:44: Also wenn man die Ausschüttung mit einrechnet, liegt die Anteilsklasse P jetzt bei siebeneinhalb Prozent Rendite dieses Jahr.
00:11:51: Anteilsklasse, je bei acht Prozent.
00:11:54: Also insofern, aber wenn man sich nur die Ausschüttung anschaut, dann hat man halt dieses Steuerprivileg eines Aktienfonds.
00:12:01: Und das finde ich ein interessantes Detail, wo uns auch jetzt Anleger noch mal drauf hingewiesen haben, was man nicht vergessen darf.
00:12:09: Die Ausschüttung von Aktienfonds werden anders besteuert als die Ausschüttung von Rentenfonds oder die Besteuerung von Festgeldern etc.
00:12:17: Das müsste man eigentlich indirekt so ein bisschen auf die Rendite mit drauf rechnen.
00:12:21: dann wird das Weihnachtsfest noch ein bisschen bunter.
00:12:24: Ja, die Märkte sind alles andere als stille Nachts, aber deine Einschätzung bringt doch ein bisschen Ordnung in das vorweihnachtliche Kurs.
00:12:31: Glockengeläut.
00:12:33: Thomas, danke für die Einordnung.
00:12:34: Der Wunsch zettelt der Märkte für zwanzig, sechsundzwanzig ist lang.
00:12:37: Ja, was hätte ich denn gern?
00:12:38: Tiefere Zünsen, mehr Wachstum, vielleicht weniger Krieg.
00:12:41: Mal sehen davon, was kommt und mal schauen, was der Fett-Weihnachtsmann heute Abend wirklich auch noch in den Sack packt.
00:12:47: Thomas, danke.
00:12:48: Ich danke dir, Peter, und eins zu hören, fürs
00:13:01: Zuhören.